Ende Februar beginnen in Lichtenau im Heggeweg die kombinierten Arbeiten für zwei wichtige Infrastrukturprojekte: Die Stadtwerke Lichtenau verlegen eine neue Trinkwasserleitung, Westfalen Weser eine neue Erdgashochdruckleitung. Beide Leitungen sind knapp fünf Kilometer lang und werden bewusst im Rahmen einer gemeinsamen Baumaßnahme realisiert, um Synergien zu nutzen. Die Arbeiten an der kombinierten Maßnahme sollen bis Ende Juli abgeschlossen sein.
Wichtiger Meilenstein für das Wasserstoffprojekt „schlafender Riese“
Mit dem Bau der neuen Erdgasleitung setzt Westfalen Weser einen weiteren entscheidenden Schritt zur Umsetzung des Wasserstoffprojekts „schlafender Riese“ um. Die neue Leitung entlang des Heggewegs gewährleistet weiterhin die zuverlässige Versorgung des Altenautals mit den Ortschaften Husen, Atteln und Henglarn und ersetzt die bisher genutzte Erdgashochdruckleitung.
Die bestehende, deutlich größer dimensionierte Leitung, soll im Rahmen des Projekts „schlafender Riese“ nach einer technischen Umrüstung zukünftig als regionale Wasserstoffleitung genutzt werden und eine flexible Wasserstofferzeugung ermöglichen. Damit stärkt das Projekt die Energieinfrastruktur des Kreises Paderborn nachhaltig und etabliert die Region als führenden Standort für erneuerbare Energien weiter.
Stadtwerke Lichtenau verlegen parallel neue Trinkwasserleitung
Gemeinsam mit dem Bau der Erdgasleitung verlegen die Stadtwerke Lichtenau eine neue Trinkwasserleitung. Durch die gemeinsame Ausführung der Tiefbauarbeiten können Synergien optimal genutzt werden: Koordinationsaufwand sinkt, Eingriffe in Natur und Landschaft werden reduziert, Bauzeiten verkürzt und Investitionsmittel effizienter eingesetzt. Die neue Trinkwasserleitung soll die Versorgung des Altenautales in der Zukunft sicherstellen. Die bisherige Versorgung erfolgt von der Gewinnung Herbram über Lichtenau nach Holtheim und von dort durch den Ort Holtheim über Blindeborn in Richtung Husen. Die Zuleitung von der ehemaligen Trinkwassergewinnung Blindeborn nach Husen stammt aus den 1960-Jahren und kann durch die neue Leitung im Heggeweg entlastet werden.
Mehrwert für die gesamte Kommune
Die Bündelung der Infrastrukturmaßnahmen ist ein Beispiel für vorausschauende kommunale Planung und zeigt, wie regionale Partner durch enge Abstimmung Mehrwerte schaffen und Projekte schneller voranbringen können. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet der gemeinsame Baustart insbesondere: weniger Baustellen, geringere Gesamtkosten und ein zügiger Fortschritt bei wichtigen Zukunftsvorhaben.
Während der voraussichtlich fünfmonatigen Bauzeit muss der Heggeweg für den Durchgangsverkehr voll gesperrt werden. Die Zufahrt zu den Grundstücken entlang des Heggewegs bleibt durch die ausführende Tiefbaufirma sichergestellt.


